Der Online-Handel ist geprägt durch fehlende Kenntnisse über den Anbieter und die Qualitätseigenschaften der angebotenen Produkte. Erst nach dem Kauf und der Lieferung können die verschiedenen Eigenschaften wahrgenommen und geprüft werden. Beim E-Commerce bestehen zwischen Käufer und Verkäufer typischerweise Informationsasymmetrie. Der Begriff „Asymmetrische Information” bezeichnet den Zustand, in dem zwei Vertragsparteien bei Abschluss eines Vertrages nicht über dieselben Informationen verfügen.
Aus der bestehenden Informationsasymmetrie kann im Extremfall eine systematische Selektion schlechter Qualitäten durch den Käufer resultieren. (Adverse-Selections-Gefahr nach Akerlof)[i].
Diese Ungleichheit des Informationsstandes sowie die Verhinderung von ineffizienten Märkten kann durch zwei Möglichkeiten gemildert werden.[ii]
1. „Signaling”
Der Verkäufer (die besser informierte Marktseite) stellt die notwendigen Informationen im eigenen Interesse zur Verfügung. Verkäufer haben die Chance, durch authentische Vermittlung von Qualitätsstandards glaubhafte Signale über ihre qualitativen Eigenschaften auszusenden.
Was können Anbieter von Informationsgütern unternehmen um potenzielle Kunden von der Qualität ihrer Produkte zu überzeugen? Sie überzeugen ihre Kunden durch:
z.B. Marketing, Demoversionen, Kennenlern-Monat, Zertifikate, Garantiezusagen, Reputation
Die Reputation des Verkäufers spielt eine große Rolle. Ein Kunde ist eher gewillt ein Produkt zu kaufen oder eine Dienstleistung in Anspruch zu nehmen, wenn er in der Vergangenheit positive Erfahrungen mit dem Anbieter gemacht hat.
Verkäufer die eine volle Transparenz zeigen minimieren die Informationsasymmetrie am deutlichsten.
2. „Screening”
Die potentiellen Käufer (weniger informierte Marktseite) verbessern ihren Informationsstand in dem sie schauen, wo sie Informationen zum Anbieter und Produkt beschaffen können. Es erfolgt eine direkte Informationssuche des Nachfragers.
Was können Kunden ihrerseits unternehmen, um Informationsasymmetrien abzubauen?
Sie verringern den Informationsunterschied z.B. über die Einschaltung spezialisierter Dritter (Bewertungsportale, Stiftung Warentest)[iii]
Der Einsatz des RepuGraph-Systems bietet dem Verkäufer (Shop-Betreiber) die Möglichkeit die volle Transparenz sowohl für seine Produkte als auch für sein Käuferverhalten abzubilden. („Signaling”) Diese Informationen sind qualitativ hochwertig, da es sich authentische Kundenmeinungen handelt.
Der Kunde kann aufgrund der eingeblendeten Ratelets den Verkäufer und seine Produkte auskundschaften („Screening”) und somit schnell abwägen ob er hier kaufen möchte oder nicht.
[i] vgl. Akerlof, G.A.: The Market for „Lemons”, in: Quarterly Journal of Economics, 84. Jg., Nr.3 (August 1970), S.488-500
[ii] vgl. Varian, H.R.: Grundzüge der Mikroökonomik. (1999)
[iii] vgl. Mitropoulos, S.: Verbraucherpolitik in der Marktwirtschaft (1997)
