Asymmetrische Informationen

31. August 2009

Der Online-Handel ist geprägt durch fehlende Kenntnisse über den Anbieter und die Qualitätseigenschaften der angebotenen Produkte. Erst nach dem Kauf und der Lieferung können die verschiedenen Eigenschaften wahrgenommen und geprüft werden. Beim E-Commerce bestehen zwischen Käufer und Verkäufer typischerweise Informationsasymmetrie. Der Begriff „Asymmetrische Information” bezeichnet den Zustand, in dem zwei Vertragsparteien bei Abschluss eines Vertrages nicht über dieselben Informationen verfügen.

Aus der bestehenden Informationsasymmetrie kann im Extremfall eine systematische Selektion schlechter Qualitäten durch den Käufer resultieren. (Adverse-Selections-Gefahr nach Akerlof)[i].

Diese Ungleichheit des Informationsstandes sowie die Verhinderung von ineffizienten Märkten kann durch zwei Möglichkeiten gemildert werden.[ii]

1. „Signaling”

Der Verkäufer (die besser informierte Marktseite) stellt die notwendigen Informationen im eigenen Interesse zur Verfügung. Verkäufer haben die Chance, durch authentische Vermittlung von Qualitätsstandards glaubhafte Signale über ihre qualitativen Eigenschaften auszusenden.

Was können Anbieter von Informationsgütern unternehmen um potenzielle Kunden von der Qualität ihrer Produkte zu überzeugen? Sie überzeugen ihre Kunden durch:

z.B. Marketing, Demoversionen, Kennenlern-Monat, Zertifikate, Garantiezusagen, Reputation

Die Reputation des Verkäufers spielt eine große Rolle. Ein Kunde ist eher gewillt ein Produkt zu kaufen oder eine Dienstleistung in Anspruch zu nehmen, wenn er in der Vergangenheit positive Erfahrungen mit dem Anbieter gemacht hat.

Verkäufer die eine volle Transparenz zeigen minimieren die Informationsasymmetrie am deutlichsten.

2. „Screening”

Die potentiellen Käufer (weniger informierte Marktseite) verbessern ihren Informationsstand in dem sie schauen, wo sie Informationen zum Anbieter und Produkt beschaffen können. Es erfolgt eine direkte Informationssuche des Nachfragers.

Was können Kunden ihrerseits unternehmen, um Informationsasymmetrien abzubauen?

Sie verringern den Informationsunterschied z.B. über die Einschaltung spezialisierter Dritter (Bewertungsportale, Stiftung Warentest)[iii]

Der Einsatz des RepuGraph-Systems bietet dem Verkäufer (Shop-Betreiber) die Möglichkeit die volle Transparenz sowohl für seine Produkte als auch für sein Käuferverhalten abzubilden. („Signaling”) Diese Informationen sind qualitativ hochwertig, da es sich authentische Kundenmeinungen handelt.

Der Kunde kann aufgrund der eingeblendeten Ratelets den Verkäufer und seine Produkte auskundschaften („Screening”) und somit schnell abwägen ob er hier kaufen möchte oder nicht.


[i] vgl. Akerlof, G.A.: The Market for „Lemons”, in: Quarterly Journal of Economics, 84. Jg., Nr.3 (August 1970), S.488-500

[ii] vgl. Varian, H.R.: Grundzüge der Mikroökonomik. (1999)

[iii] vgl. Mitropoulos, S.: Verbraucherpolitik in der Marktwirtschaft (1997)

BETA-TEST

31. Juli 2009

Morgen am 01.08.2009 geht RepuGraph.com als Beta-Testversion an den Start. Werden Sie Beta-Tester und erhalten Sie Einblicke in das System.

BETA-Tester können das Produktivsystem im Anschluss an die BETA-Testphase 3 Monate kostenlos nutzen.

Wir freuen uns auf Sie …..

Bis morgen - Ihr RepuGraph-Team

Was bedeutet RepuGraph?

24. Juli 2009

RepuGraph ist eine Wortkombination aus den Begrifflichkeiten Reputation und graphische Visualisierung (Aufbereitung). An dieser Stelle soll kurz erläutert werden, was wir darunter verstehen.

 

Repu  =  Reputation

Mit dem Begriff Reputation (von latein. reputatio – die Erwägung, die Berechnung) verbindet man die Wertschätzung gegenüber einer Person, eines Produktes, eines Unternehmens oder einer Organisation. In der Marketingtheorie wird als Reputation die Summe von Einzelerwartungen und -erfahrungen über Vertrauenswürdigkeit und Kompetenz eines Anbieters oder dessen Produkt bezeichnet. Für den Erfolg eines Unternehmens ist die Reputation entscheidend z.B. kann man den Umsatz mittels einer guten Reputation signifikant steigern. Gerade bei der Konkurrenzsituation im Internet ist es wichtig, sich als Unternehmen richtig zu präsentieren und ein Vertrauensverhältnis zu den Verbrauchern und Kunden aufzubauen.

 

Graph  =  Grafisch

Die Einblendung der graphisch visualisierten Reputation soll die Aufmerksamkeit der Shopbesucher auch auf die Bewertungen fokussieren. Mittels eines sogenannten „Ratelets“ wird die Zusammenfassung der ermittelten Reputation auf einen Blick dargestellt. Die Graphische Auswertung ist somit eine sinnvolle und unterstützende Aussage. Der Vorteil der grafischen Auswertung liegt eindeutig in der Übersichtlichkeit und der Flexibilität. Die dargestellten Informationen können vom User leichter erfasst werden und das Wesentliche kann herausgestellt werden.

 

Das Ziel von RepuGraph ist es: Die Reputation von Online-Shops durch ein maßgeschneidertes Bewertungskonzept auf den Prüfstand zu bringen und die Nutzer von graphisch visualisierten, aussagekräftigen Auswertungen profitieren zu lassen.

Expedition durch den Siegel-Dschungel

18. Juni 2009

Die Anzahl zertifizierender Anbieter wächst ständig, doch die Aussagekraft ihrer Zertifikate oder Prüfsiegel ist äußerst unterschiedlich. Angefangen vom nützlichen Hinweis auf grundsätzlich bzw. allgemeinhin wichtige Qualitätskriterien für das E-Commerce bis zum Mittelwert subjektiver Meinungen zum Thema Qualität aus einer Auswahl von realen Eindrücken beim Online-Shopping.

Prüfsiegel und Zertifikate zielen auf die Sicherung von unterschiedlichsten Leistungs- und Qualitätseigenschaften oder die Einhaltung von Sicherheits­standards ab. Grundsätzlich kann aber jeder ein Zertifikat bzw. ein Prüf- oder Gütesiegel kreieren, da es keine klaren gesetzlichen Regelungen dafür gibt. Der Zweck der meist privatwirtschaftlich getragenen Siegel / Zertifikate soll sein, den Hersteller oder Verkäufer eines Produktes als besonders vertrauenswürdigen Anbieter herauszustellen. Allerdings sollte immer klar erkennbar sein, wofür ein solches Siegel / Zertifikat steht und wofür es bürgt. Generell signalisieren Siegel Seriosität. Eine vertrauensbildende Wirkung ergibt sich allerdings i.d.R nur dann, wenn das dahinterstehende System Garantien übernimmt und für eine regelmäßige intensive Prüfung sorgt.

Fazit: Es bleibt dem Online-Kunden nichts anderes übrig, als die Prüfsiegel / Zertifikate selbst unter die Lupe zu nehmen. Sie wollen mehr Informationen - wir empfehlen ihnen die Website des Vereins Initiative D21 (http://www.internet-guetesiegel.de/index.html).

Kundenbewertungen etablieren sich als wichtige Beteiligungsform

29. Mai 2009

Der Wandel vom passiven Medienkonsumenten hin zum aktiven Web 2.0-Autor vollzieht sich stetig. Immer mehr Onlinenutzer wollen sich durch Interaktion am Inhalt des Internets beteiligen (Web 2.0 = Mitmach Web). Die erfolgreichsten Webangebote sind die, in denen der Nutzer selbst für Inhalt sorgt. Webseitenbetreiber stehen vor der Herausforderung, auf das gesteigerte Interaktionsbedürfnis der Kunden einzugehen. Wettbewerbsorientierte Unternehmen müssen sich auf die Besonderheiten der Kommunikation im Web 2.0 einstellen und ihre Webseiten entsprechend anpassen.

Ein Indiz für den Wandel ist, dass Internetnutzer die Qualität eines Onlineshops z.B. auch danach beurteilen, ob ihr Interaktionsbedürfnis erfüllt wird oder nicht. Durch ein attraktives, nutzerfreundliches Konzept können die Kunden und Besucher Gefallen am Onlineshop finden, um diesen dann mehrfach und gerne zu besuchen. In der nachfolgenden Abbildung wird auf der 4. Stufe die Zusammenarbeit der Nutzer mit Onlineanbietern beschrieben. Die Zusammenarbeit kann sich in vielfältiger Weise äußern. Die Kooperationen zwischen Kunden und Händlern haben eines gemein, sie erhöhen den Nutzen der Plattform (Webseite, Online-Shop) für andere Nutzer (vgl. Christian Bachem „Der multioptionale Kunde im Web“, Leitfaden Online Marketing). Die damit einhergehende Orientierung und Vertrauensbildung ist Grundlage für eine gute Kundenbindung und Kundenzufriedenheit.

Abbildung 1: Interaktionsbedürfnis bei der Nutzung des Internets

Abbildung 1: Interaktionsbedürfnis bei der Nutzung des Internets

 

Kundenbewertungen etablieren sich als wichtigste Beteiligungsform für Online-Shopper. Subjektive Produktinformationen wie Bewertungen und Kommentare liefern eine wichtige Entscheidungsgrundlage. Werden Informationen über Unternehmen und Produkte von Konsumenten bereitgestellt, wirken diese Kundenbewertungen glaubwürdiger als Versprechen der Hersteller oder Händler. Für den Konsumenten erhöht sich damit die Transparenz hinsichtlich der Leistungs- und Produktkompetenz. Die Implementierung eines externen Bewertungssystems ist ein klarer Erfolgsfaktor und kann die Wettbewerbsfähigkeit eines Online-Shops deutlich erhöhen. Sind Bewertungssysteme derzeit noch Zusatzfeatures, wird zukünftig die Einbindung eines Bewertungssystems ein „Muss“ für jeden erfolgreichen Online-Shop werden. Je besser das Bewertungssystem auf den Online-Shop und dessen Produkte zugeschnitten ist, desto zufriedener werden die Besucher und Kunden sein.

 

Fazit: Online-Shops, die auf die Bedürfnisse der Nutzer eingehen und denen es gelingt, die User zum Gedanken-und Informationsaustausch anzuregen, werden zukünftig Wettbewerbsvorteile gegenüber Konkurrenten erlangen.

Vertrauensbildung im Online-Handel durch Kundenbewertungen

27. April 2009

Vertrauen zwischen Nachfrager und Anbieter ist die Basis aller Interaktionen. Im Online-Handel sind bei der Vertrauensbildung Besonderheiten zu berücksichtigen, die sich u.a. auf die Gestaltung von Verkaufsangeboten auf Webseiten auswirken sollten. Fehlendes Vertrauen in die Sicherheit von Online-Transaktionen ist noch heute bei vielen Personen der Grund, warum sie Online-Shopping nicht oder nicht häufiger praktizieren. Anbieter, die mit Kunden vorwiegend Online in Kontakt stehen, sollten sich mit den Möglichkeiten der Vertrauensbildung beschäftigen und Maßnahmen ergreifen, um diesen Prozess positiv zu beeinflussen. Ein wichtiger Aspekt der Vertrauensbildung ist dabei die Nutzung von Bewertungssystemen. Im Folgenden wird ein kurzer Überblick zu dieser Thematik gegeben.
Online-Bewertungssysteme geben Internetnutzern die Möglichkeit Produkte, Personen oder auch Beiträge zu bewerten. Bewertungssysteme versuchen die Nachteile der Anonymität im virtuellen Raum zu kompensieren und den Aufbau von Vertrauen zu unterstützen.

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Der RepuGraph stellt sich vor

19. März 2009

Der RepuGraph ist ein integrativer Bewertungsdienst, der als Komponente für beliebige autonome Online-Handelssysteme genutzt werden kann. Das System befindet sich derzeit in Entwicklung und wird ab dem 01. August 2009 als Online-Service verfügbar sein.

Das Team von RepuGraph beschäftigt sich mit Thema “Bewertungen” im Web und dabei insbesondere mit der Bewertbarkeit von Produkten und Diensten unter Berücksichtigung individualisierter Kriterien. Das Softwaresystem RepuGraph kombiniert im Ergebnis eine technische Entwicklungsleistung mit dem Ziel zur Schaffung eines neuartigen Bewertungssystemtyps mit einem Konzept zur strukturierten Beschreibung, Darstellung und Verwertung wahrgenommener Produkt- und Diensteigenschaften.

Erste Einblicke in die Funktionalität des Systems wurden bereits auf der CeBIT 2009 in Hannover gegeben. Es kam dabei zu interessanten Gesprächen mit Anbietern von Online-Shopsystemen, die auf vielversprechende Kooperationen hindeuten. Besonders hervorzuheben ist dabei die Shopsoftware ”Gambio”, die sich als Onlineshop-Komplettlösung sowohl an Einsteiger als auch an Profis richtet.